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Eine besondere Art der Kommunikation: Die Gebärdensprache

Was ist Gebärdensprache?

Unter Gebärdensprache versteht man eine visuell-manuelle Sprache, die vor allem durch Hand- und Mundbewegungen ausgedrückt wird. Sowohl durch Gestiken auch durch Mimik und Körperhaltung werden feine Nuancen sprachlich artikuliert.

Warum Gebärdensprache?

Um sich untereinander zu verständigen, verwenden die meisten Menschen eine akustische Sprache. Dies ist Menschen, die nicht oder nur schlecht hören können, jedoch nicht möglich oder nur teilweise möglich. Darum verwenden sie die Gebärdensprache um miteinander kommunizieren zu können.

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Was ist der Unterschied zwischen Zeichensprache und Gebärdensprache?

Im Gegensatz zu einer einfachen Zeichensprache wie der Tauchsprache, bei der nur bestimmte Begriffe durch Handzeichen ersetzt werden, handelt es sich bei der Gebärdensprache um eine echte, vollwertige Sprache, die der Lautsprache vollkommen ebenbürtig ist. Daher können Gehörlose und schwer hörende Menschen mit Hilfe der Gebärdensprache natürliche, komplexe Gespräche führen.

Wann wurde die DGS gesetzlich anerkannt?

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist in Deutschland seit dem 01. Mai 2002 gesetzlich als eigene Sprache anerkannt.

Was ist der Unterschied zwischen DGS – Deutsche Gebärdensprache und der LBG – lautsprachbegleitende Gebärden?

Die DGS bezeichnet die Sprache, die von Gehörlosen in Deutschland gesprochen wird, und ist nicht von der deutschen Lautsprache abgeleitet. Die beiden Sprachen unterscheiden sich stark in ihrer Struktur und Grammatik. Vergleichbar mit Dialekten der gesprochenen Sprache, bestehen regionale Unterschieden in Vokabular und Redewendungen. In Deutschland gibt es außerdem Lautsprachbegleitete Gebärden (LBG) als Kommunikationssystem, das den Strukturen und grammatikalischen Regeln der deutschen Lautsprache folgt und die gesprochene Sprache Wort für Wort in Gebärdenzeichen übersetzt. Daher handelt es sich bei den LBG im Gegensatz zur DGS um keine echte Sprache.

Warum Gebärdensprache lernen?

Für behördliche Angelegenheiten haben Gehörlose das Recht auf einen Dolmetscher. Doch wie klappt die alltägliche Kommunikation mit Hörenden? Das Erlernen der Lautsprache fällt Gehörlosen sehr schwer, da sie sich selbst nicht hören können. Daher beschränkt sich die Kommunikation meist nur auf das Nötigste. Die lebendige, faszinierende Gebärdensprache stellt den Kontakt zwischen Hörenden und Gehörlosen her und bringt Menschen zusammen. Sie ist also nicht nur für diejenigen interessant, die gehörlose Menschen in ihrem direkten Umfeld haben, sondern für jeden.

Wo kann man Gebärdensprache lernen?

Wer mit dem Erlernen der DGS beginnen will, findet zahlreiche Internetseiten, Videos und Bücher dazu. Diese ersetzen jedoch keinen vollständigen Kurs, den man zum Beispiel an einer Volkshochschule oder Universität absolvieren kann. Auch gibt es in größeren Städten eigene Gebärdensprachschulen, die Kurse für Interessierte anbieten.

Wie kann man Gebärdensprache lernen?

Grundkenntnisse wie das Alphabeth oder einzelne Wörter bis hin zu einfachen Sätzen lassen sich schnell durch Apps, Videos oder Bücher aneignen. Am besten lernt man die Sprache allerdings durch die Kommunikation mit Gehörlosen. Die meisten Kurse werden von gehörlosen Dozenten gehalten. Um sich in DGS unterhalten zu können, ist es wichtig, die Gebärden regelmäßig anzuwenden und zu üben, um die Sprache zu verinnerlichen.